Franz Schubert Sinfonien Nr. 5 & 6

Sinfonien Nr. 5 & 6
Sinfonie Nr. 5 B-Dur D 485

Allegro
Andante con moto
Scherzo. Allegro molto
Allegro vivace

Sinfonie Nr. 6 C-Dur D 589

Adagio – Allegro
Andante
Scherzo. Presto – Trio. Più lento
Allegro moederato

Die Fünfte Sinfonie, in B-Dur (diese Tonart war – neben D-Dur – die Lieblingstonart des jungen Schubert für Sinfonien und auch für Streichquartette), ist vielleicht die vollkommenste der Jugendsinfonien. Ihre Ausarbeitung ist von kammermusikalischer Perfektion (die Besetzung ist kleiner als die aller anderen Sinfonien Schuberts), und ihre Proportionen sind fein aufeinander abgestimmt. Sie lässt sich als produktive Auseinandersetzung Schuberts mit dem sinfonischen Schaffen Mozarts begreifen und offenbart dabei Schuberts völlige Andersartigkeit und Eigenständigkeit.

Schuberts Sechste Sinfonie nimmt in seinem sinfonischen Schaffen eine eigenartige Mittelstellung ein. Sie ist kein heiteres Spiel in den hergebrachten Formen mehr wie die Fünfte Sinfonie, bedeutet aber auch noch keinen endgültigen Durchbruch zu einer ganz persönlichen sinfonischen Sprache, wie Schubert ihn erst mit dem berühmten Fragment der „Unvollendeten“ erreichen sollte. Sie zeigt die Spuren vieler ganz heterogener Einflüsse, von Haydn bis Rossini. Unter diesen Umständen konnte kein in sich geschlossenes Werk entstehen; umso interessanter ist das hörende Mitvollziehen einer wahrhaft „experimentellen“ Komposition.

Antonello Manacorda Leitung
Kammerakademie Potsdam

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