Gastspiel Kammeroper Schloss Rheinsberg: Tucholskys Spiegel

Dienstag, 25. Juli 2017

20.00 Uhr
Rheinsberg, Schlosstheater

Kammeroper Schloss Rheinsberg: Tucholskys Spiegel
James Reynolds Komposition
Christoph Klimke Libretto
Marc Niemann Musikalische Leitung
Robert Nemack Inszenierung
Jule Dohrn-van Rossum Ausstattung
Kammerakademie Potsdam

Kurt Tucholsky (1890-1935) schuf mit einer kleinen Liebesgeschichte „Rheinsberg – Ein Bilderbuch für Verliebte“ 1912 einen Bestseller. Wenig später avancierte er zu einem der bedeutendsten gesellschaftskritischen Publizisten jener Zeit. Vieles schrieb er unter Pseudonym. Er war: Peter Panter, Theobald Tiger, Ignaz Wrobel, Kaspar Hauser – und: Kurt Tucholsky. Theatralisch fünf Persönlichkeiten in ein und derselben Person nachzuspüren ist die dramaturgische Idee der Oper TUCHOLSKYS SPIEGEL.

Der Schriftsteller Christoph Klimke – Erzähler, Lyriker, Essayist, Verfasser von Theaterstücken und Libretti – hat für diese, seine sechste Oper, Tucholsky Originaltexte „destilliert“ und mit eigenen verknüpft. Sein Libretto spiegelt den Menschen Tucholsky – den Lebemann mit seinen Leidenschaften und Exzessen, den Künstler, den die politischen Umstände schließlich ins Exil und in den Tod treiben. Das Libretto spiegelt ebenso dessen Frauen – wie Else Weill (die Claire in „Rheinsberg“), Mary Gerold, Hedwig Müller – und wichtige Weggefährten wie u.a. Siegfried Jacobsohn, den Verleger der „Weltbühne“.

Vertont wird der Text von James Reynolds. Der amerikanische Komponist – wie Christoph Klimke in Berlin lebend – kommt vom Jazz. Und so wird sich Klassik mit zeitgenössischen Passagen und Jazzelementen zu einem speziellen Sound mischen.

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