Gastspiel Kammeroper Schloss Rheinsberg

Freitag, 21. Juli 2017

20.00 Uhr
Rheinsberg, Schlosstheater

Kammeroper Schloss Rheinsberg
Kurt Tucholsky (1890-1935) schuf mit einer kleinen Liebesgeschichte „Rheinsberg – Ein Bilderbuch für Verliebte“ 1912 einen Bestseller. Wenig später avancierte er zu einem der bedeutendsten gesellschaftskritischen Publizisten jener Zeit. Vieles schrieb er unter Pseudonym. Er war: Peter Panter, Theobald Tiger, Ignaz Wrobel, Kaspar Hauser - und: Kurt Tucholsky. Theatralisch fünf Persönlichkeiten in ein und derselben Person nachzuspüren ist die dramaturgische Idee der Oper TUCHOLSKYS SPIEGEL. Der Schriftsteller Christoph Klimke – Erzähler, Lyriker, Essayist, Verfasser von Theaterstücken und Libretti – hat für diese, seine sechste Oper, Tucholsky Originaltexte „destilliert“ und mit eigenen verknüpft. Sein Libretto spiegelt den Menschen Tucholsky – den Lebemann mit seinen Leidenschaften und Exzessen, den Künstler, den die politischen Umstände schließlich ins Exil und in den Tod treiben. Das Libretto spiegelt ebenso dessen Frauen – wie Else Weill (die Claire in „Rheinsberg“), Mary Gerold, Hedwig Müller – und wichtige Weggefährten wie u.a. Siegfried Jacobsohn, den Verleger der „Weltbühne“. Vertont wird der Text von James Reynolds. Der amerikanische Komponist – wie Christoph Klimke in Berlin lebend – kommt vom Jazz. Und so wird sich Klassik mit zeitgenössischen Passagen und Jazzelementen zu einem speziellen Sound mischen.

James Reynolds Komposition
Christoph Klimke Libretto
Marc Nienmann Musikalische Leitung
Robert Nemack Inszenierung
Jule Dohrn - von Rossum Ausstattung
Kammerakademie Potsdam

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