Klingende Reformation

Kulturland Brandenburg

„Es gibt – die Religion sei, welche sie wolle – nur einen Gott, nur eine Tugend, nur eine Wahrheit, nur ein Glück.“ In unmissverständlichen Worten sprach Vater Abraham Mendelssohn ein Credo aus, das seiner humanistisch geprägten Familie Heimat und Urgrund wurde. Die Mendelssohns konvertierten vom Judentum zum Christentum, als äußeres Zeichen für den Übertritt nahmen sie den Beinamen Bartholdy an.

Die Auseinandersetzung mit Fragen rund um Glauben, Religionen und Kirchenzugehörigkeit begleitete den jungen Felix Mendelssohn seit frühester Jugend. Das bedeutendste musikalische Ergebnis entstand 1830 mit seiner Reformationssinfonie op. 107. Er komponierte sie zum 300. Jubiläum der „Confessio Augustana“, dem Jahrestag von drei Jahrhunderten Protestantismus. Mit der Einbindung von Luthers Choral „Ein feste Burg ist unser Gott“ setzte Mendelssohn dem Reformator ein klingendes Denkmal.

Viele Jahre wirkte er in Berlin und Potsdam – so beschäftigt sich die KAP im Reformationsjahr 2017 mit einem Komponisten, dessen Strahlkraft großen künstlerischen Einfluss sowohl in der Region als auch weit darüber hinaus hatte. Die Reformationssinfonie war sein eigenes musikalisches Glaubensbekenntnis. Sie bewegt sich an der Grenze zwischen weltlicher und geistlicher Musik und lässt sich sowohl in Kirchen wie auch in Konzertsälen präsentieren. An Brandenburger Orten der Reformation erzeugen die Konzerte einen vielstimmigen Dialog zwischen sakraler Architektur, sinfonischer Musik, den Lebensstationen Mendelssohns und den reformatorischen Gedanken Luthers.

Freitag, 15.09.2017 Kulturland Brandenburg: Klingende Reformation (Altlandsberg)

Sonntag, 17.09.2017 Kulturland Brandenburg: Klingende Reformation (Lehnin)

Montag, 18.09.2017 Kulturland Brandenburg: Klingende Reformation (Luckenwalde)

Projekt im Rahmen von Kulturland Brandenburg 2017: Wort & Wirkung.
Luther und die Reformation in Brandenburg