Orchester

„Allein der Schubert-Zyklus mit Manacorda sicherte der Kammerakademie Potsdam schon einen hellen Platz auf der deutschen Orchester-Landkarte.“ Spiegel Online, Mai 2015

Das Debüt in der Hamburger Elbphilharmonie, erfolgreiche Tourneen quer durch Europa, nach Asien und Südamerika, der ECHO Klassik 2015 als „Orchester des Jahres“ oder die gefeierten Aufnahmen der Sinfonien von Felix Mendelssohn Bartholdy und Franz Schubert unter der Leitung von Antonello Manacorda sind nur einige Höhepunkte in der dynamischen Entwicklung der Kammerakademie Potsdam.

Das Orchester der Landeshauptstadt Potsdam und Hausorchester des Nikolaisaals begeistert durch höchste künstlerische Qualität ebenso wie durch außergewöhnliche Spielfreude und historisch informierte und zeitgemäße Interpretationen. Musikalisch vielseitig, offen für Neues und mit einem lebendigen Musizierstil bietet die KAP ein breit gefächertes Programm an: Neben ausgewählten Orchesterwerken, spannendem Solorepertoire, Kammermusik und Neuer Musik gibt es ein vielfältiges Spektrum an Angeboten für Kinder und Jugendliche. Seit der Saison 2010/2011 ist Antonello Manacorda künstlerischer Leiter und Chefdirigent. Vor ihm prägten Sergio Azzolini, Andrea Marcon und Michael Sanderling das Orchester.

In der Spielzeit 2017/2018 steht das Œuvre Mendelssohn Bartholdys im Fokus, das sich unter dem Motto „Felix im Glück“ durch alle Formate ziehen wird. Die KAP begrüßt renommierte Solisten wie Igor Levit, Anna Vinnitskaya, Giuliano Carmignola, Antoine Tamestit, Maria Bengtsson, Pavol Breslik, Katja Riemann oder Mahan Esfahani. Andreas Ottensamer, der Solo-Klarinettist der Berliner Philharmoniker, präsentiert sich mit mehreren Formaten als Artist in Residence. Die Dirigenten Trevor Pinnock, Michael Sanderling und Attilio Cremonesi stehen wieder am Pult der KAP, Giovanni Antonini, Christopher Moulds und Klaus Mäkelä geben ihre Debüts. Mit der Auftragskomposition „FinsterHERZ oder Orfeo17“ von Helmut Oehring setzt sich das Orchester mit den hochaktuellen gesellschaftlichen Themen Flucht, Vertreibung, Heimat und Kommunikation auf einzigartige Weise auseinander.

Die Potsdamer Winteroper findet erneut in der Friedenskirche Sanssouci statt und steht mit dem szenischen Oratorium „Elias“ ebenfalls im Zeichen Mendelssohns. Spätestens seit der Einladung der Produktion „Jephtha“ zu den Wiener Festwochen und zum Hamburger Theaterfestival im Jahr 2015 ist die Potsdamer Winteroper das kulturelle Highlight im jährlichen Veranstaltungskalender der Region.

Nach der Gesamtaufnahme der Sinfonien von Franz Schubert steht nun die Einspielung aller Sinfonien von Felix Mendelssohn Bartholdy an, der eng mit dem Potsdamer Hof verbunden war. Die Aufnahme der 1. und 4. Sinfonie erhielt durchweg positive Resonanz bei Kritik und Publikum. Des Weiteren erschienen eine Aufnahme mit Flötenkonzerten von Carl Philipp Emanuel Bach mit Emmanuel Pahud und Trevor Pinnock bei Warner Music sowie Andreas Ottensamers Debüt-CD bei Decca mit Klarinettenkonzerten von Stamitz, Danzi und Mozart.

Die KAP gastiert bei renommierten Festivals und ist in bedeutenden Konzerthäusern zu Gast. Mit Künstlern wie Ute Lemper, Nigel Kennedy, Katharina Thalbach, Avi Avital, Thomas Quasthoff, Arabella Steinbacher oder Antje Weithaas konzertiert die KAP u. a. in der Elbphilharmonie Hamburg, im Konzerthaus Dortmund, in der Düsseldorfer Tonhalle, in der Frauenkirche Dresden, in der Philharmonie Berlin, beim Kissinger Sommer, beim Rheingau Musik Festival, den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern sowie den Brandenburgischen Sommerkonzerten. Die erfolgreiche Zusammenarbeit mit der Kammeroper Schloss Rheinsberg wird in dieser Spielzeit mit der Uraufführung der Oper „Tucholskys Spiegel“ fortgeführt.

Musikvermittlung und kulturelle Bildung wurden bei der KAP von Anfang an groß geschrieben und intensiv ausgebaut. Ein besonderes gesellschaftliches Engagement verbindet die Kammerakademie mit der Stadtteilschule Potsdam Drewitz. Im Dreiklang von Orchester, Schule und Begegnungszentrum wird unter dem Titel „Musik schafft Perspektive“ ein bundesweit einzigartiges Modell der nachhaltigen kulturellen Bildung entwickelt und umgesetzt. Dieses wurde 2017 mit dem Sonderpreis „Kultur öffnet Welten“ der Staatsministerin für Kultur und Medien ausgezeichnet.