Artist in Residence

Veronika Eberle

„Potsdam hat für mich eine unglaubliche Grandezza“, erzählte Veronika Eberle in einem Gespräch im Frühjahr 2016. „Wenn man sich hier durch die Straßen bewegt, ist es eigentlich wie in einem Dorf, aber trotzdem läuft das Leben wie in einer Großstadt ab. Das kulturelle Angebot und die schöpferische Kraft, die hier immer vorhanden waren, sind enorm. Und dann ist da auch die Natur, die mit hineinspielt. Diese Verbindung ist unglaublich bezaubernd und inspirierend – einfach großartig.“

Was liegt also näher, als die junge Geigerin Veronika Eberle in das schöne „Weltdorf“ Potsdam einzuladen. Bereits zwei gemeinsame Projekte haben sie und die Kammerakademie in den letzten Jahren zusammen erlebt. Nun beginnt eine Saison, in der sich die Geigerin und das Orchester regelmäßig treffen, kontinuierlich miteinander arbeiten und ihre musikalische Freundschaft weiter ausbauen können. Dabei werden sowohl die Konzertorte als auch die Rollen gewechselt. Denn Veronika Eberle tritt als Solistin, Kammermusikerin und als Konzertmeisterin des Orchesters im Großen Saal und im Foyer des Nikolaisaals sowie in der Friedenskirche Sanssouci auf.

Veronika Eberle, in Donauwörth geboren, kennt viele Städte und Konzertsäle. Sie weiß, was es bedeutet, sich auf unterschiedliche architektonische und akustische Bedingungen einzulassen. Es ist ein Leben zwischen Heimat und Reise, zwischen Aufbruch und Ankunft. 2006 kam es zu einer der wichtigsten Begegnungen in ihrem Leben: Sir Simon Rattle entdeckte sie, da war sie gerade einmal 16 Jahre alt. Mozart und Bach standen beim Vorspiel auf dem Plan, bald danach debütierte sie in Salzburg mit den ganz Großen, den Berliner Philharmonikern, unter Rattles Leitung. Und auch Ana Chumachenco, die Geigenlehrerin, bei der Julia Fischer, Arabella Steinbacher oder Lisa Batiashvili studiert haben, ist eine entscheidende Wegmarke. In den Studien an der Münchner Musikhochschule formte sie ihre musikalische Stimme.

„Es ist für mich ein riesiges Geschenk, das Orchester tiefer kennen lernen zu können, miteinander zu verschmelzen, zusammenzuwachsen. Schritt für Schritt kann man gemeinsam zum Grund des Bodens kommen.“ Oft verbringen Solisten nur eine kurze Zeit mit dem Orchester: Probe, Konzert und dann weiter zum nächsten Projekt. Veronika Eberle und die KAP haben in dieser Saison nun die Gelegenheit, ihre gemeinsame musikalische Sprache zu finden und auszubauen. „Die Kammerakademie ist für mich Vitalität, Energie und Flexibilität. Man spürt den Drang zum Wissen und zum Gestalten. Die Musiker strahlen so eine Offenheit und Frische aus. Sie sind dabei total wach und wollen das Unmögliche möglich machen.“

Konzerte mit Veronika Eberle:

15. Oktober 2016, 16.00 Uhr
Das kleine Sinfoniekonzert

15. Oktober 2016, 19.30 Uhr
Sinfoniekonzert

5. März 2017, 18.00 Uhr
Konzert in der Friedenskirche

8. April 2017, 19.30 Uhr
Sinfoniekonzert

7. Mai 2017, 16.00 Uhr
Kammermusik im Foyer

Veronika Eberle auf Potsdam.tv: www.potsdam.tv