KAPextra Klänge hinter Mauern

Donnerstag, 27. Juni 2019

19.00 Uhr
Potsdam, Gedenkstätte Lindenstraße

Klänge hinter Mauern

Uraufführungen von
Alberto Arroyo, Hector Docx, Giordano Bruno do Nascimento, Felix Stachelhaus und Ephraim Peise

Musiker der Kammerakademie Potsdam

Gesprächskonzert mit jungen Komponisten und ehemaligen politisch Inhaftierten aus Potsdam. Gefängnishaft ist eine Extremerfahrung. Besonders in der politischen Untersuchungshaft wie in der Potsdamer Lindenstraße waren die Inhaftierten durch Isolierung, Verunsicherung und Demütigung den Vernehmern und Wachhabenden schutzlos ausgeliefert. In dieser Situation waren die Inhaftierten auf die inneren Ressourcen angewiesen, die sie mitbrachten. Für manche von ihnen war dies die Musik. Sich Musik vorzustellen, ganz leise zu singen oder zu pfeifen, konnte eine Art geistiges Überlebensmittel sein. Die äußere Geräuschkulisse wird einzig von den Wärtern orchestriert: das Zuschlagen der Zellentüren, das quietschende Öffnen der Essensklappe, das Klappern der Schlüssel. Doch heimlich, trotz Verbots verständigten sich Häftlinge auch über Singen, Pfeifen oder Klopfzeichen von Zelle zu Zelle.
„Klänge hinter Mauern“ fängt diese Klangerinnerungen aus der Untersuchungshaft ein. Für die Kooperation bringen die Stiftung Gedenkstätte Lindenstraße und die Kammerakademie Potsdam ehemalige politisch Häftlinge aus Potsdam mit jungen Komponisten und mit Musikern zusammen, die die akustischen Erinnerungen der ehemaligen Häftlinge in Kompositionen übersetzen.

Tickets sind für 12 € / ermäßigt 8 € in der Gedenkstätte Lindenstraße erhältlich.

Koproduktion von Stiftung Gedenkstätte Lindenstraße und Kammerakademie Potsdam

zurück zur Übersicht