Potsdamer Winteroper The Rape of Lucretia

Freitag, 13. Nov 2020

19.00 Uhr
Potsdam, Schlosstheater Neues Palais von Sanssouci

The Rape of Lucretia

Oper in zwei Akten von Benjamin Britten, Op. 37
Libretto nach Andrè Obeys Schauspiel "Le Viol de Lucrèce" von Ronald Duncan

Caspar Singh Erzähler
Kate Royal Erzählerin
Joshua Bloom Collatinus
Richard Burkhard Junius
Seán Boylan Tarquinius
Katie Bray Lucretia
Kathleen Wilkinson Bianca
Fflur Wyn Lucia

Douglas Boyd Musikalische Leitung
Isabel Ostermann Regie
Stephan von Wedel Bühne und Kostüme
Carola Gerbert Dramaturgie

Kammerakademie Potsdam

Lucretia – eine geschändete Frau nimmt ihr Schicksal in die Hand und verändert damit das politische Gefüge einer ganzen Gesellschaft. Benjamin Britten, der bedeutendste englische Komponist des 20. Jahrhunderts, hat den antiken Stoff 1946 als Kammeroper vertont und ihm damit einen emotional berührenden Zugang verliehen.

Die tragische Geschichte der antiken Römerin Lucretia gehört seit der Renaissance zu den faszinierendsten Motiven künstlerischer Auseinandersetzung in Malerei, Dichtung und Musik.
Britten nimmt in seiner zweiaktigen Kammeroper Bezug auf barocke Vorbilder, führt die Musiksprache aber in seine Gegenwart. Seine melodischen Motive verleihen den Szenen eindringliche Subjektivität und den Rollen psychologische Tiefe. Lucretias Tod erscheint bei Britten gleichsam als aufwühlendes Zeugnis wie stille Mahnung.
Das Gemälde „Tarquinius und Lukretia“ der Barockmalerin Artemisia Gentileschi (1593-1654) deutet das ganze Schrecken aus. Im Besitz der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg wurde es anlässlich der Ausstellung „Wege des Barock“ im Museum Barberini im vergangenen Jahr erstmals in restaurierter Fassung gezeigt. Sein Stammplatz ist der Tanzsaal im Neuen Palais. Die ins Schlosstheater zurückgekehrte Winteroper 2020 verknüpft diese dramatische Darstellung mit der kongenialen Musik Brittens und lässt das Gemälde in einer szenischen Inszenierung lebendig werden.

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