Potsdamer Winteroper Theodora (Premiere)

Donnerstag, 22. Nov 2018

19.00 Uhr
Potsdam, Friedenskirche

Theodora (Premiere)

Georg Friedrich Händel

Szenisches Oratorium in englischer Sprache
Libretto von Thomas Morell
HWV 68

Ruby Hughes Theodora (Sopran)
Ursula Hesse von den Steinen Irene (Mezzosopran)
Christopher Lowrey Didymus (Altus)
Hugo Hymas Septimius (Tenor)
Neal Davies Valens (Bass)
Chor der Potsdamer Winteroper (Vokalakademie Potsdam, Vocalconsort Berlin)
Konrad Junghänel Musikalische Leitung
Sabine Hartmannshenn Regie
Lukas Kretschmer Konzept und Choreografie
Matthias Müller Bühne
Edith Kollath Kostüm
Carola Gerbert Dramaturgie
Kammerakademie Potsdam

Georg Friedrich Händel (1685–1759) hat nicht nur mit Orchester und Orgelwerken, Kantaten und etwa 45 Opern Musikgeschichte geschrieben, sondern vor allem mit seinen über 30 Oratorien. Nach den Winteroper-Inszenierungen „Jephtha“ (2013) und „Israel in Egypt“ (2016) steht diesmal jenes Oratorium auf dem Programm, das der Komponist selbst für sein bestes hielt. „Theodora“ gehört zum Spätwerk Händels und erlebte 1750 seine Uraufführung im Covent Garden Theatre London. Neben dem „Messias“ ist „Theodora“ das einzige Oratorium, in dem Händel ein christliches Thema behandelt.

Die Handlung basiert auf der Legende der Heiligen Theodora, die unter der Herrschaft des römischen Kaisers Diokletian im Jahr 304 den Märtyrertod erleidet. Als bekennende Christin verweigert sie Götzenopfer und kommt ins Gefängnis. Sie ist bereit zu sterben, doch ihr droht Schlimmeres: Sie soll zur Prostitution gezwungen werden. Didymus, ein römischer Offizier und Christ, liebt Theodora und verhilft ihr zur Flucht. Als ihm die Todesstrafe droht, stellt sich Theodora. Beide gehen gemeinsam im Glauben an das ewige Leben im Himmelreich in den Tod. Der sparsame Umgang mit monumentalen Sätzen verleiht der Komposition ihre kammermusikalische Prägung. Händel nimmt bereits den empfindsamen Stil vorweg und berührt durch die Emotionalität seiner Tonsprache. Die dramaturgisch klar strukturierte Szenenfolge mit Rezitativen, Arien und Duetten der fünf Solisten erhält ihren Spannungsbogen vor allem durch die kontrastierenden Chöre der Heiden und Christen.

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