Winteroper 2019 geht erfolgreich zu Ende – nächstes Jahr zurück im Schlosstheater

1. Dezember 2019

Mit sechs sehr gut besuchten Aufführungen von „Lazarus ∞ Lonely Child“ ist am gestrigen Samstag die Winteroper 2019 erfolgreich zu Ende gegangen. Publikum und Kritiker waren gleichermaßen angetan von der Inszenierung, mit der Regisseur Frederic Wake-Walker, der auch das Bühnenbild konzipierte, das Fragment gebliebene religiöse Drama von Franz Schubert mit der 1980 entstandenen Kantate des kanadischen Komponisten Claude Vivier verband.

Zum Orchester war in den Potsdamer Neuesten Nachrichten zu lesen: „Unter der sensiblen Leitung von Trevor Pinnock spielt die Kammerakademie Potsdam engelsgleich mit zart aufblühenden Holzbläsern, harmonisch schwingenden Streichern und drei dräuenden Posaunen – passend zum Todesthema.“ Kai Luehrs-Kaiser urteile in seiner Frühkritik auf rbb Kultur: „Trevor Pinnock (…) pflegt mit der – vorzüglich aufgestellten – Kammerakademie Potsdam einen eiklaren, nahrhaften, aber niemals fetten Klang.“

Nach insgesamt sieben Inszenierungen in der Friedenskirche, die sich seit 2013 allesamt biblischen Themen widmeten, kann die Winteroper im kommenden Jahr wieder im Schlosstheater im Neuen Palais ihre Türen öffnen. Der Umzug war bereits für 2019 geplant, konnte aber wegen der noch andauernden Sanierungs- und Restaurierungsarbeiten im Schlosstheater nicht stattfinden. Auf dem Programm der Winteroper 2020, die wie in den Jahren zuvor in Kooperation mit dem Hans Otto Theater realisiert wird, steht Benjamin Brittens „The Rape of Lucretia“. Die Musikalische Leitung übernimmt Douglas Boyd, Regie führt Isabel Ostermann.